Unsere Tänze gehören zu den sogenannten "Volkstänzen", die in den  Dörfern zu vielen Gelegenheiten getanzt wurden und sich so über die Zeit überliefert haben, ohne aufgezeichnet zu werden. Erst zu Beginn des 20.  Jahrhunderts hat man die Tänze mit den Noten und Tanzfolgen erforscht  und festgehalten. Wie alt die Tänze wirklich sind, ist heute schwer  festzustellen; aber es finden sich viele alte Elemente in den  Tanzfolgen.
Wie die Tracht so hatten die Tänze auch ihre regionalen  Eigenheiten und wurden in jedem Dorf etwas anders getanzt. Im Gebiet der Bückeburger Tracht waren besonders die sogenannten "Achttourigen"  beliebt. Das sind Vierpaartänze, die heute meist nur noch in 4 Touren  (Wiederholungen) getanzt werden. Die Eingangsfigur ist dabei jedesmal  anders, während die übrige Folge unverändert getanzt wird. Traditionell  fangen die Tänze mit einem großen Kreis an. Die zweite Tour beginnt mit  einem Paarkreis (Einhandfassung), die dritte mit einem Paarkreis in  Kreuzfassung (Zweihandfassung; Dame rückwärts laufend) und die vierte  Tour mit dem Frauen- oder Mädchenkreis in der Mitte. Die Tänze schließen wie sie begonnen haben mit einem großen Kreis aller Paare (siehe auch : individuelle Tanzbeschreibungen)


In den Tänzen kommt auch der sehr robuste Humor oder Spott der Landbevölkerung zum Tragen:

"Maike wutt Du no nich up un melken diene Kauh,
der Hierte löppt in Dörpe rund un Du schlöpps jümmertau"

Hier wird der faulen Magd gedacht, die noch in ihrem Bett liegt. Sie hat  ihre Kühe noch nicht gemolken, obwohl der Hirte schon durch das Dorf  läuft und die Kühe von den Bauern zusammentreibt, die er dann auf den  Weiden hütet.

Die Tänze sollen früher bis zu 32 Touren gehabt haben und dauerten dann etwa ein halbe Stunde.

Wer auf den Festen tanzen wollte, der musste übrigens dafür bezahlen. Meist ging ein junger Mann zu den Musikern, gab ihnen einen Obulus und  bestellte "seinen" Tanz. "Ja, wer die Musik bestellt, muss sie auch  bezahlen!"

Neben den "Achttourigen" gab es auch Reihentänze.  Dabei stehen sich z. B. 2 und 2 Paare gegenüber. Die Anzahl der Mittänzer  ist nahezu unbegrenzt, da sich je nach der Größe des Tanzbodens beliebig viele Gruppen bilden können. Die 4 Paare tanzen miteinander und am Ende der Folge gehen sie durch die Reihen und bilden mit der Hälfte der  folgenden Gruppe eine neue Tanzreihe. Die Tanzfolgen sind dabei immer  gleich und können je nach Lust und Kondition der Tänzer immer wiederholt werden. Die "Obernkirchener Tampete" ist ein solcher Reihentanz, der  auf keinem Fest fehlen darf und von Alt und Jung besonders gern getanzt  wird.

Unsere beliebtesten Tänze sind :
 

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit / fortlauf. Ergänzung  )

-  Mein Mann ist gefahren ins Heu ( Heufahrer )

Beckedorfer

Maike wutt du noch nich up un melken dine Kauh

Windmühlenflügel

Pollhäger Kauhdanz (Klapperschlunz)

Freischütz

Settedanz

Schlunz (Bückeburger Fassung)

Klater-Kütchen

Kegeler

Seben Ellen Bottermelk

-  Obernkirchener Tampete

Vorn Holterup

An dieser Stelle nochmal der Hinweis auf unsere Übungs-nachmittage/-abende jeden 2. Mittwoch,

Termine und Uhrzeit  lt. Info - Seite.  Im Feuerwehrgerätehaus in Seggebruch.

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